• Verfasser: Traudi
  • Thema: Allgemein
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Aus Alsfeld direkt zu „Brot und Spiele“

Sowohl der Latein- als auch der Geschichtsunterricht werden gemeinhin nicht für die aufregendsten Schulfächer gehalten. Weit gefehlt – das finden zumindest die Lehrkräfte der Albert-Schweitzer-Schule, und davon versuchen sie täglich auch ihre Schülerinnen und Schüler zu überzeugen. Nun bietet sich ihnen noch bis zum 1. März die Gelegenheit, ihren Schülerinnen und Schülern eine der faszinierendsten Facetten des Römischen Reiches fast in natura nahezubringen: Mit einer Sonderausstellung erinnert das Archäologische Museum in Frankfurt an die die Glanzzeit der Gladiatoren. Verehrt und verachtet, beleidigt und bewundert, gefeiert und verhöhnt, bietet ihre Zunft auch noch zweitausend Jahre später die Grundlage für Mythen vieler Art und nicht zuletzt den Stoff für nicht wenige Blockbuster.

Mehrere Kurse unterschiedlicher Altersstufen machten sich inzwischen bereits von Alsfeld aus auf den Weg, um in diese Welt einzutauchen und sowohl die Themen des Lateinunterrichts als auch die des Geschichtsunterrichts zu vertiefen.

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Geschichte zum Anfassen: Nachbildungen der Gladiatorenrüstungen bieten einen Einblick in die vielen Facetten römischer Kampfkunst.

„Mit dieser Ausstellung konnten wir uns ganz hervorragend auf das neue Unterrichtsthema ‚Brot und Spiele‘ einstimmen“, freut sich Dr. Florian Meister, der gemeinsam mit seinen Lateinkollegen Gunther Hörr, Katrin Bauer und Martina Flubacher die Schülerinnen und Schüler mit nach Frankfurt nahm. Dabei bietet dieses Thema nicht nur jede Menge Action rund um das blutige Geschäft der Berufskämpfer, sondern ermöglicht einen tiefen Einblick in die römische Gesellschaft: die Freizeitbeschäftigung, die herrschenden Werte und nicht zuletzt die politische Dimension, die „Brot und Spiele“ in der Zeit des Römischen Reiches hatten.

„Geschichte zum Anfassen“ erlebten 40 Schülerinnen und Schüler der Oberstufe während einer Führung. Sie durften die martialischen Rüstungen in die Hände nehmen und Exponate im Original bewundern – sogar Leihgaben aus Pompeji sind in der Ausstellung in Frankfurt zu sehen. „Und da wir vor dem Thema ‚Brot und Spiele‘ das Thema ‚Briefe des Plinius über den Vesuvausbruch‘ auf dem Plan hatten, schließt diese Ausstellung nahtlos an das Erlernte an“, betont Dr. Meister, der keine Minute zögerte, die einmalige Gelegenheit einer solchen Ausstellung ganz in der Nähe beim Schopf zu greifen.

In der nun stattfindenden Themenwoche wird „Leben in einer Fremdsprache“ auf dem Lehrplan stehen. Auch dafür bietet sich diese Ausstellung an – schließlich kann man hier ganz tief in die mit der lateinischen Sprache eng verbundene Kultur eindringen. Aus diesem Grund werden auch einige Siebtklässler und weitere Oberstufenschülerinnen und –schüler sich die Schau im archäologischen Museum noch anschauen.

Von der Wirkung dieser Aktionen ist Dr. Meister überzeugt: „Wenn die Schülerinnen und Schüler eine geschichtliche Szenerie so plastisch erlebt haben wir bei dieser Ausstellung, nehmen sie jede Menge mit!“

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 Aus Alsfeld direkt ins Colosseum: die Schülerinnen und Schüler aus Alsfeld während der Führung im Archäologischen Museum.