Da, wo Fuchs und Igel sich „Gute Nacht“ sagen

Waldpädagogik am Baumgartskopf bei Liederbach erfreute sich großer Beliebtheit.

Kürzlich verbrachten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5 der Albert-Schweitzer-Schule Alsfeld in der Methodenwoche einen Tag mit Förster Christof Croonenbrock im Wald, um dort in interessanten und spannenden Aufgaben und Spielen ihre Teamfähigkeit und Kooperationsfähigkeit zu schulen.

Die Kinder wanderten zunächst mit ihrer Lehrkraft vom Standort Schillerstraße in den Alsfelder Ortsteil Liederbach, wo sie vom Förster freundlich empfangen wurden. Immer mit dabei: Gebirgsschweißhund Arno, der die Kinder freundlich begleitete. Am Waldesrand empfing der Förster sie mit einem auf dem Horn geblasenen typischen Gruß. Von dort aus mussten die Kinder die erste Hürde bewältigen. Mit Unterstützung durch einen Praktikanten des Försters bahnten sich die Kinder ihren Weg abseits des Weges durch den Wald zur Forsthütte unterhalb des Baumgartskopfes. Auf einer kleinen Lichtung vor der Hütte informierte Herr Croonenbrock die Kinder bezüglich der dort wachsenden Bäume und ihrer Besonderheiten.

Nach dieser ersten Anstrengung kam eine Frühstückspause in der Hütte den Kindern gerade recht. Der Förster nutzte die Gelegenheit, den Ablauf des Tages vorzustellen. Frisch gestärkt machten sich die Schülerinnen und Schüler danach wieder auf den Weg, um auf dem Baumgartskopf in eine spannende Projektaufgabe eingewiesen zu werden. In vier Gruppen machten sich die Kinder an die Arbeit. Der Auftrag des Försters lautete, eine Kugelbahn zu bauen, die mindestens zehn Meter lang, einen Tunnel, eine Rampe sowie eine Kurve haben solle. Mit Feuereifer buddelten sich die Kinder durch den Waldboden, schleppten Astwerk, Steine und Rinde für ihr Bauwerk heran. Am Ende der Bauphase stand die Testphase mit kleinem Wettbewerb. Die einzelnen Gruppen, die mit fantasievollen Namen wie bspw. „die Flitzkis“ oder „die wilden Luchse“antraten, stellten ihre Bahnen vor und die anderen Gruppen bewerteten diese. Gespannt schaute jeder, dass die Kugel auch nicht irgendwo hängenbleiben würde. Nach großem Applaus mussten die Kugelbahnen dann wieder rückgebaut werden, um für nachfolgende Gruppen keine Hilfestellung zu hinterlassen bevor die Klasse zum Mittagsimbiss in die Hütte zurückging.

In den Nachmittagsstunden wurde der Fokus noch einmal auf die Aspekte Teamfähigkeit und Kooperationsfähigkeit gerichtet. Der Bau der Leonardobrücke, der ganz ohne Schrauben oder ähnliches auskommt, verblüffte die Kinder. Beim anschließenden Tauziehen stellten die Mädchen ihren starken Zusammenhalt unter Beweis und gewannen mehrfach. Kleine Bewegungsspiele im Wald und unter Einbezug der Natur rundeten den Tag ab. Müde, aber gut gelaunt kehrten die kleinen Waldgeister zurück nach Liederbach, wo der Waldtag endete.

Der Waldtag ist neben eines weiteren erlebnispädagogisch ausgerichteten Tages, veranstaltet von Café Online, in der Jahrgangsstufe 5 fester Bestandteil des Sozialtrainingskonzeptes „Klasse werden- Klasse sein & Das Lernen lernen“ der Albert-Schweitzer-Schule Alsfeld, welches u.a. in der Methodenwoche durchgeführt wird.

Text und Bilder: Meike Schreiner