• Verfasser: Traudi
  • Thema: Allgemein
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Den Grundstein für ein ausgefülltes, erfolgreiches Leben gelegt

Wenn man vor sechzig (!) Jahren Abitur gemacht hat und sich immer noch alljährlich trifft, dann darf man durchaus von einem besonderen Jahrgang sprechen. Besonders, weil hier eine Generation das Abitur abgelegt hat, die ihre Kindheit und Jugend in schweren Zeiten erlebt hat. Besonders auch, weil für die von damals 29 Abiturienten verbliebenen 22 das gemeinsame Treffen so wichtig ist, dass dieses einen großen Stellenwert in den einzelnen Kalendern hat – ganz gleich, ob sie dafür von Nah oder von Fern anreisen müssen. Alle fünf Jahre schauen sich die älteren Herrschaften bei ihrem Klassentreffen auch ihre alte Schule an – das Gebäude der Albert-Schweitzer-Schule in der Schillerstraße, an das sie so viele Erinnerungen haben. Anfang September war wieder so ein Termin, den 13 ehemalige Schülerinnen und Schüler der Albert-Schweitzer-Schule gerne wahrnahmen. Organisiert wird das Ganze Jahr um Jahr von Richard Eidt und dem Alsfelder Hans-Richard Schönheit, der in diesem Jahr nicht teilnehmen konnte. Horst Becker, der damalige Klassen- und Schulsprecher erinnert sich. „Unsere Klasse galt damals schon als besondere Klasse, zielstrebig, verlässlich, sozial.“ Unter den Abiturienten des Jahrgangs 1955 waren auch neun junge Frauen – eine stattliche Zahl für die damaligen Zeiten! Mit dabei Gisela Faatz, die Tochter von Dr. Karl Schweißguth, Lehrer an der Albert-Schweitzer-Schule und Erfinder des legendären Alsfelder Rathausspiels, sowie Christine Galavielle, ihrerseits die Tochter von Karl Erich Grünewald, der im Jahr 1909 dem ersten Abiturjahrgang der Schule angehörte.

Die Gruppe besichtigte den Turm ihres alten Gymnasiums – übrigens der zweithöchste Aussichtsturm in Alsfeld – und diskutierte mit Schulleiterin Elisabeth Hillebrand, die sie durch die alten und neuen Räume führte, über den Sinn und Unsinn der innerhalb Deutschlands so unterschiedlichen Schulsysteme, ein Umstand, den alle sehr kritisch sehen. Ganz anders ihre Zeit als Gymnasiasten. Sie sind sicher, dass die Albert-Schweitzer-Schule vor mehr als sechzig Jahren der Grundstein für ihre ausgefüllten und erfolgreichen Leben gelegt hat. Schule und Abitur haben dazu beigetragen, sich Ziele zu setzen und diese umzusetzen, so die einhellige Meinung der äußerst rüstigen und interessierten Gäste: „Mit dem Erleben von Gemeinschaft und dem Knowhow aus Alsfeld waren wir bestens gerüstet für unser späteres Leben“.

abi 1955 turm web

Die Gruppe ließ es sich nicht nehmen, vom zweithöchsten Aussichtsturm Alsfelds einen Blick über ihre alte Stadt zu werfen. Vorne im Bild: Richardt Eidt (links) und Horst Becker.