• Verfasser: Traudi
  • Thema: Allgemein
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Viele Möglichkeiten für Gymnasiasten in der E- und Q-Phase

Wenn die Alsfelder Gymnasiasten von der Mittelstufe in die gymnasiale Oberstufe wechseln, dann verlassen sie ihr Schulgebäude in der Schillerstraße und wechseln in „die Krebsbach“ – Oberstufenstandort der Albert-Schweitzer-Schule seit mehr als dreißig Jahren. Doch was ändert sich außerdem? Was gibt es zu bedenken und welche Weichen sollte man schon frühzeitig stellen, um nach drei Jahren eine erfolgreiche Abiturprüfung abzulegen? Diese Fragen beantworteten vor wenigen Tagen Schulleiterin Elisabeth Hillebrand und Oberstufenleiterin Doris Roth zahlreichen Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern – selbstverständlich in der Aula des Oberstufenstandortes.

Angesprochen und erschienen waren sowohl Jugendliche, die bereits die Mittelstufe die Albert-Schweitzer-Schule besuchen, sowie Schülerinnen und Schüler, die von anderen Gymnasien oder Realschule zur gymnasialen Oberstufe nach Alsfeld wechseln wollen.

Doris Roth ging zunächst auf die Organisation der gymnasialen Oberstufe ein: die drei Jahre gliedern sich in die einjährige E-Phase (= Eingewöhnungsphase) und die zweijährige Q-Phase (=Qualifikationsphase), an deren Ende die Abiturprüfung steht. Die Leistungen der beiden letzten Jahre zählen mit verschiedenen Gewichtungen in die Abiturnote, Weichenstellungen dazu sind bereits in der E-Phase nötig, besonders wenn es sich um eine neu gewählte Fremdsprache oder ein prüfungsrelevantes Fach handelt. Bereits in der E-Phase werden die abiturrelevanten Fächer Deutsch und Mathematik mit vier Wochenstunden vertieft unterrichtet, führte die Studienleiterin aus und betonte: „Alles, was für das Abitur zählen soll, muss in der E-Phase belegt sein“. Was man also ab- bzw. neuwählt, muss gut überlegt sein!

Ebenfalls erst seit wenigen Jahren verpflichtend sind die KOP-Kurse der E-Phase. Sie dienen der Kompensation, Orientierung oder Profilbildung, sodass den jungen Erwachsenen mit ihnen sowohl die Möglichkeit gegeben wird, vorhandene Defizite auszugleichen, Anregungen für die zukünftigen Leistungskurse zu finden oder ihre besonderen Talente einzubringen.

Auch auf die in der Oberstufe differenzierte Notengebung im Rahmen eines Punktesystems von 0 bis 15 ging Roth ein, sowie auf das Anforderungsprofil, das in der Oberstufe mehr Transferleistung und eigene Problemlösungsansätze von den Schülerinnen und Schülern erfordert als nur Reproduktion.

Als große Stärke der Schule präsentierte die Oberstufenleiterin das Angebot der Schule, stets auch kleine, spezialisierte Leistungskurse zu ermöglichen. Damit soll den Schülerinnen und Schülern trotz der Lage im ländlichen Raum mit wenig alternativen Schulmöglichkeiten die Chance gegeben werden, ihre Interessen, besonders mit Blick auf ein späteres Studium, so stark wie möglich einzubringen: Leistungskurse in Musik, Kunst und Sport sind daher an der Albert-Schweitzer-Schule genauso im Portfolio wie LK‘s in allen naturwissenschaftlichen Fächern.

Neben diesen Themen berieten Hillebrand und Roth auch zu den Möglichkeiten, andere Schulabschlüsse zu realisieren, darunter den Realschulabschluss nach der 9. Klasse oder der E-Phase (mit oder ohne Prüfung) oder die Fachhochschulreife nach dem ersten Jahr in der Q-Phase (mit Zusatzqualifikation).

Ein weiterer Schwerpunkt in der Oberstufe bildet die Berufs- und Studienorientierung – eine breit angelegte Vorbereitung auf die Zeit nach dem Abitur mit ihrem „Filetstück“, den „Expertentagen“ in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit.

Abschließend informierte die Schulleiterin über die Möglichkeiten von Auslandsschuljahren. Der beste Zeitpunkt sei tatsächlich in der E-Phase bzw. zwischen E- und Q-Phase. Eine Unterbrechung der Q-Phase sei nicht empfehlenswert. Hillebrand hatte Informationen zu Anbietern solcher Auslandsjahre mitgebracht und präsentierte auch Möglichkeiten, sich für Stipendien zu bewerben. „Ein Auslandsschuljahr ist sehr persönlichkeitsbildend und hat durchaus positive Effekte auf die schulischen Leistungen“, so die Erfahrung Hillebrands. Neben einem ganzen Jahr im Ausland könne man aber auch über ein Auslandspraktikum nachdenken – die Schule hat dazu viele Partner in Europa.

Eine Führung durch den Oberstufenstandort rundete die Informationsveranstaltung ab. Für viele der anwesenden Schüler wird „die Krebsbach“ ab dem kommenden Schuljahr auch ihr Schulstandort sein.

Alle Informationen zum Info-Abend gibt es hier zum Download!

Infoveranstaltung_04_Dez_14