Mit Konzentration, logischem Denken und Spaß an Zahlen 18% über dem Landesdurchschnitt

Zum 21. Mal hat am 19. März 2015 in Deutschland und der Welt der Känguru-Mathematikwettbewerb stattgefunden. Mehr als 850.000 Schülerinnen und Schüler aus weit über 10.000 Schulen in mehr als 50 Ländern haben daran teilgenommen. Die Albert-Schweitzer-Schule war eine von ihnen – mit großer Regelmäßigkeit nehmen Schülerinnen und Schüler fast aller Jahrgangsstufen an dem grenzenlosen Wettbewerb teil und mit eben solcher Regelmäßigkeit können die beiden Organisatoren Dirk Greifenhagen und Hans Heinrich März eine ganze Reihe erfolgreicher Teilnehmer ihrer Schule auszeichnen. In diesem Jahr war dies zunächst Kim Leon Oeppert. Der 13-Jährige wurde für den größten Kängurusprung ausgezeichnet – die Lösung der meisten aufeinanderfolgenden Aufgaben ohne Fehler. „Eine ganz ausgezeichnete Konzentrationsleistung“, lobte Lehrer Dirk Greifenhagen den Siebtklässler, der seinen Erfolg nun mit einem eigenen T-Shirt in der ganzen Schule zeigen kann. „Aber auch unsere Sechstklässler haben in diesem Jahr sehr gut abgeschnitten“, lobt Hans Heinrich März die siegreichen Schüler, die sich nur durch ganz geringe Unterschiede auf den einzelnen Rängen voneinander abheben. Als beste Schülerin der ganzen Schule konnte das Organisatoren-Team Magdalena Damrath ehren, die auch in den Jahren zuvor bereits durch gute Leistungen aufgefallen war und nun – wie Fachbereichsleiter Mario Cimiotti nach der Känguru-Preisverleihung bekanntgab – auch den Mathematikwettbewerb des Landes Hessen erfolgreich bestritten hat.

Im Känguru-Wettbewerb geht es – anders als in anderen Wettbewerben – um die berechenbaren Tücken des Alltags: die Niederschlagsmenge bei einem starken Regen beispielsweise oder darum eine Schokolade gerecht zu teilen oder das Alter des Mathelehrers herauszufinden. Immer sind es Beispiele aus der täglichen Praxis, die den Rechentrieb der jungen Mathematiker entfachen sollen. In die Fragestellungen fließen sogar Traditionen und Herangehensweisen der Teilnehmerländer ein, inspiriert auch von den Lebenswelten der Jugendlichen. „Ein ganz anderes Herangehen als im Unterricht also, das die Kinder sehr reizvoll finden“, weiß Mathematiklehrer Hans Heinrich März. „Logisches Schließen, Kombinieren, Strukturieren, Schätzen, Gefühl für Zahlen – viele Fähigkeiten und Eigenschaften werden hier abgefragt, und zwar so, dass in den jungen Menschen Freude und Spaß an Mathematik geweckt werden. Wenn man die vorher schon hat – umso besser!“

„Die erfolgreiche Teilnahme am Känguru der Mathematik zeigt, dass die Schülerinnen und Schüler den Unterbau für mathematisches Denken längst erworben haben“, freut sich Mario Cimiotti. Allzu viele Vorbereitungen seien daher für die Teilnahme auch gar nicht nötig. Allerdings stehen die vollständigen letzten Jahrgänge zum Üben im Netz, sodass man zumindest eine Ahnung von der Art der Multiple-Choice-Fragen bekommen kann. „Normalerweise kann man aber auch ohne großes Üben und ganz entspannt in den Test gehen“, ist sich Dirk Greifenhagen sicher.

Zum ersten Mal dabei war in diesem Jahr Daniel Lerch – und hat gleich den sechsten Platz erreicht. „Es gab schwere und leichte Aufgaben“, so der junge Mathe-Fan, der natürlich im nächsten Jahr wieder antreten will. Platz zwei belegte – gemeinsam mit Magdalena Damrath das einzige Mädchen unter den Sonderpreisträgern in diesem Jahr – die Sechstklässlerin Christina Hofmann. Auch ihr macht Mathematik großen Spaß, verriet sie: „Besonders die Aufgabenstellung und die Themen sprechen mich sehr an.“ Ein bemerkenswerter Wettbewerb also, an dem so viele jungen Menschen freiwillig teilnehmen. „Im nächsten Jahr hätten wir dennoch gerne wieder ein paar mehr Schülerinnen und Schüler aus den höheren Klassen“, betont Greifenhagen, der obendrein noch eine interessante Statistik mitgebracht hat: Zum einen hat sich die Albert-Schweitzer-Schule in diesem Jahr um mehr als 8% gesteigert und liegt damit fast 18% über dem Landesdurchschnitt, zum anderen zeigten die Ergebnisse ganz deutlich, so Greifenhagen, dass in diesem Ranking die unter G8 beschulten Schülerinnen und Schüler deutlich bessere Ergebnisse erzielten als die anderen.