• Verfasser: Traudi
  • Thema: Allgemein
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Naturerlebnis mit Nebeneffekten

Das Angebot an Wahlunterricht und KOP-Kursen an der Albert-Schweitzer-Schule ist riesig: Tischtennis, Cheerleading, Umgang mit Pferden und Musizieren und Singen gehören genauso dazu wie Astronomie, Sanitätsdienst, Robotik oder Darstellendes Spiel. Nun wurde erstmals der Kurs „Alpines Wandern“ angeboten, der eine Gruppe von insgesamt 18 Personen von Alsfeld in das Kleinwalsertal führte.

Schulleiterin Elisabeth Hillebrand, eine der wenigen Lehrkräfte in der Region mit der Qualifikation für Alpines Wandern mit Schülergruppen, führte ihre Gruppe Anfang Oktober auf das Heuberghaus im Kleinwalsertal. Von 1.400 m Höhe aus eroberten die 12- bis 17-jährigen Schülerinnen und Schüler bei allerbestem Wetter die alpine Bergwelt. Ihre Touren stellten sie sich selbst zusammen und erlernten dabei den Umgang mit Karten, Kompass und GPS-Systemen.

ziel im blick web

Dort hinauf sollte es gehen – mit jeder Menge Respekt blickten die Wanderer ihrem Ziel entgegen.

Höhepunkt der 5-tägigen Tour war die Besteigung des Hohen Ifen. Auf 2.300 Metern Höhe erreichten die Alsfelder das Gipfelkreuz, eine anstrengende, aber unglaublich schöne Erfahrung, wie alle Teilnehmer einhellig bestätigten. Nordöstlich des Ifenplateaus befindet sich das Gottesackerplateau. Die Karstlandschaft mit zahlreichen Höhlen und seltenen Gebirgspflanzen bot sich bei strahlendem Sonnenschein geradezu für den Abstieg an – auch wenn die jungen (und älteren) Bergsteiger dafür ihre letzten Kräfte mobilisieren mussten.

pause vor dem aufstieg web

Kräfte sammeln vor dem Aufstiegt – die Gruppe am Hohen Ifen.

In ihrer Unterkunft im Heuberghaus war die Reisegruppe Selbstversorger – ein riesiger Eimer mit Eierschalen zeugt von großem Hunger! Kein Wunder bei den ausgedehnten Touren an der frischen Luft. In der schönen Hütte kamen natürlich auch die Geselligkeit und die gute Laune nicht zu kurz!

„Die Gruppe war aus vier Jahrgangsstufen bunt zusammengewürfelt“, so Elisabeth Hillebrand, „dennoch fanden die Jugendlichen sehr schnell zusammen – nicht zuletzt, weil ein solches Erlebnis und das Wohnen in einer Gemeinschaftsunterkunft einfach zusammenschweißt.“ Die Kursleiterin freute sich über die extrem leistungsbereiten, motivierten und sehr sympathischen Schülerinnen und Schüler, mit denen sie eine Woche in den Alpen verbrachte.

Zum Abschluss der Tour bestieg man noch die Enzianhütte oberhalb von Oberstdorf. Sie liegt so einzigartig, dass sie nur per Hubschrauber versorgt wird, bietet ihren Gästen neben alpinen Matratzenlagern jedoch eine außergewöhnlich gute Küche, an der sich die Wanderer an ihrem letzten Abend der Tour erfreuten.

„Eine solche Tour fordert viel von den jungen Menschen, die sich dafür entschieden haben“, erläutert Elisabeth Hillebrand: „Sie gehen körperlich an ihre Grenzen, erleben dafür eine unglaublich schöne Natur und lernen gleichzeitig, sich in einer ihnen bis dahin unbekannten Gruppe zu behaupten. Auch die Selbstversorgung und das gemeinsame Kochen war für viele sicher eine neue Erfahrung.“

Eine Erfahrung, die im kommenden Schuljahr sicher wieder angeboten wird.