Respekt als Grundlage des gemeinsamen Umgangs

Es wurde eng am Montagvormittag in der großen Aula der Krebsbach, dem Oberstufenstandort der Albert-Schweitzer-Schule. Denn dort tummelten sich nach einem gemeinsamen Gottesdienst 133 frisch gebackene Gymnasiasten mit ihren Familien und Freunden, zahlreiche Lehrer und andere Besucher der Einschulungsfeier. „G9 zeigt Wirkung“, freute sich Schulleiterin Elisabeth Hillebrand in ihrer Ansprache: fünf volle Klassen, damit ist das Alsfelder Gymnasium in diesem Jahr sehr zufrieden. Zwei Sportklassen, eine Hundeklasse (die es übrigens nur alle zwei Jahre gibt), eine Musikklasse und eine ganz normale Klasse stellte die Schulleiterin vor, nachdem die jetzigen Sechstklässler ihre Nachfolger mit einigen Liedern aus dem Chorprojekt unter der Leitung von Christina Müller begrüßt hatten.

In Anlehnung an die Wertvorstellungen des Namensgebers der Schule, Dr. Albert Schweitzer, stellte die Schulleiterin den gegenseitigen Respekt als ein großes Gut an ihrer Schule vor. „Respekt kann gelingen“, so ihre Erkenntnis, „man kann ihn lernen, indem man ihn übt, am besten Tag für Tag. Und mit jeder freundlichen Geste, mit jeder respektvollen Ansprache, die man dafür zurückbekommt, wächst die Freude daran.“

Als Zutaten für einen respektvollen Umgang miteinander empfahl die Schulleiterin Offenheit, Achtsamkeit, Ernstnehmen und Rücksichtnahme. Zur Offenheit gehöre die Bereitschaft, die andere Person so zu sehen, wie sie ist und auch das anzuerkennen, was man an ihr nicht verstehe. Achtsamkeit äußere sich darin, die Grenzen anderer Menschen zu erkennen und einzuhalten. Ernst nehme man jemanden, wenn man ihm zuhöre, sich für seine Arbeiten und Haltungen interessiere und darauf eingehe. Rücksichtnahme schließlich bedeute, die Verletzlichkeit seiner Mitmenschen zu erkennen und deren Wunsch nach Zuwendung und Beachtung ernstzunehmen.

Mit diesen Zutaten, so Hillebrand an ihre neuen Schülerinnen und Schüler, werde das Zusammenleben an der Schule sicherlich gelingen und erfolgreich sein.

Wie Erfolg aussehen kann, zeigte im Anschluss Andreas Urevski. Der ehemalige Albert-Schweitzer-Schüler ist als Künstler erfolgreich und unterhielt die Gäste mit eigenen Kompositionen an seinem Schifferklavier. Urevski ist heute Student am Vienna Konservatorium in Wien.

Auch Dieter Welker vom Förderverein der Schule begrüßte die neuen Schülerinnen und Schüler mit ihren Familien. Er warb für eine Mitgliedschaft in dem starken Verein, mit dessen Hilfe in den vergangenen Jahren viele Projekte zugunsten der Schülerinnen und Schüler überhaupt erst realisiert werden konnten. Ein „Generationenvertrag“ sei die finanzielle Mitwirkung der Eltern im Förderverein, denn alle Gelder kämen direkt den Kindern zugute.

Endlich war es schließlich so weit: die neuen Fünftklässler erfuhren ihre Klasseneinteilungen und lernten ihre neuen Mitschüler und das Klassenlehrerteam kennen. Gemeinsam machten sie sich von der Krebsbach auf in die Schillerstraße. Dort wartet ein neuer, großer Lebensabschnitt auf sie.