„Schule mit vorbildlicher Berufs- und Studienorientierung“

OloV heißt die hessenweite Strategie – ausgeschrieben die „Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit im Übergang Schule – Beruf“ Im Klartext soll dieses Programm, hinter dem ein Verbund aus Kultusministerium, dem Landesministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, der Bundesagentur für Arbeit, der Handwerkskammern und der Unternehmensverbände steht, Schülerinnen und Schüler bei der Wahl für einen zukünftigen Berufsweg optimal begleiten – eine Leistung, die die Schulen erbringen müssen, indem sie fundiert beraten und ihren Schülerinnen und Schülern vielfältige Informationsmöglichkeiten anbieten.

Immer mehr hessische Schulen tun dies – Gymnasien sind dabei eher selten vertreten. Die Albert-Schweitzer-Schule hat seit langem die Bedeutung einer hervorragenden Berufs- und Studienorientierung auch im gymnasialen Schulzweig erkannt und bietet ihren Schülerinnen und Schüler mit Beginn der Mittelstufe ein breites Spektrum an Informationen und praktischen Erfahrungen an. Als eines der wenigen Gymnasien Hessens wurde die Alsfelder Schule nun von Wirtschaftsstaatssekretär Mathias Samson, Kultusstaatssekretär Dr. Manuel Lösel und Dr. Frank Martin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit, im Berufsbildungszentrum Südhessen in Karben gemeinsam mit 76 weiteren Schulen mit dem „Gütesiegel Berufs- und Studienorientierung Hessen“ ausgezeichnet. Insgesamt tragen bereits 169 hessische Schulen dieses Gütesiegel.

„Schülerinnen und Schüler sollten sich rechtzeitig damit beschäftigen, was sie nach der Schule tun wollen und was sie dafür tun müssen. Schule und Unternehmen können sie dabei entscheidend unterstützen, wenn sie kooperieren. Eine qualifizierte Berufsorientierung informiert nicht nur über die Vielfalt der Ausbildungsberufe, sondern unterstützt die Jugendlichen auch, ihre besonderen Fähigkeiten und Neigungen zu erkennen und weiterzuentwickeln. Wie das praktiziert wird, zeigen die 77 Schulen, die wir heute auszeichnen“, sagte Staatssekretär Samson.

Staatssekretär Lösel hob die besonderen Leistungen der zertifizierten Schulen hervor und bedankte sich bei den Lehrkräften: „Unseren Jugendlichen fällt es nicht immer leicht, sich bei dem vielfältigen beruflichen Bildungsangebot für einen bestimmten Beruf zu entscheiden, der ihren Interessen und Kompetenzen entspricht. Daher brauchen Schülerinnen und Schüler für ihre Berufswahl neben praktischen Einblicken in die Berufs- und Arbeitswelt auch gezielte Rückmeldungen bezüglich ihrer Kompetenzen. Es ist deshalb von großer Bedeutung, dass die Jugendlichen von den Schulen individuell begleitet werden – und zwar in Kooperation mit Betrieben, Unternehmen und regionalen Arbeitsagenturen.“

„Die Bundesagentur für Arbeit setzt sich intensiv dafür ein, den Übergang von der Schule in Ausbildung, Beruf oder Studium kontinuierlich zu verbessern. Ich freue mich, dass es uns gelungen ist zusammen mit der Landesregierung, den Kammern und Verbänden das Projekt ‚Gütesiegel‘ ins Leben zu rufen. Die heute hier ausgezeichneten Schulen leisten dabei einen wichtigen Beitrag, um Jugendliche in Ausbildung und Beschäftigung zu bringen und Warteschleifen abzubauen“, sagte Dr. Martin. „In diesem Jahr werden wir in Hessen mehr unbesetzte Lehrstellen haben als in den Jahren zuvor. Dem heißt es entgegenzuwirken — ein Partner sind dabei die Schulen, die ihre Schülerinnen und Schüler gut vorbereitet ins Leben entlassen.“

Schulleiterin Elisabeth Hillebrand verwies im Rahmen der Auszeichnung, die sie gemeinsam mit dem verantwortlichen Lehrer, Studienrat Heiko Reeg, entgegennahm, auf das ausgefeilte und qualitativ hochwertige Konzept der schuleigenen Berufs- und Studienorientierung. Hier arbeitet die Schule mit der Bundesagentur für Arbeit, mit Unternehmen und Praktikern, aber auch mit Hochschulen und Universitäten zusammen, um den Schülerinnen und Schüler ein breitmöglichstes Angebot zu vermitteln. Die Oberstufen-Info-Tage zur Berufs- und Studienorientierung fanden gerade wieder in dem Oberstufenstandort der Schule statt und kombinierten Vorträge und Gesprächsrunden vor Ort mit der Ausbildungsmesse, die zeitgleich in Alsfeld angeboten wurde.