• Verfasser: Traudi
  • Thema: Allgemein
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Shakespeares Welt als Explainity

Immer wenn es in der VR Bank HessenLand auch nach Geschäftsschluss noch rappelvoll ist, steht ein besonderes Ereignis auf dem Programm. Und wenn es noch ein bisschen bunter und gutgelaunter zugeht, als sonst bei solchen Veranstaltungen, dann hat das Institut eine ganze Schule zu Gast. Am Donnerstagabend war dies die Albert-Schweitzer-Schule. Ihre Schülerinnen und Schüler stellen dort bis zum 1. Juli ausgewählte Arbeiten vor, die ein beeindruckendes Spektrum abdecken, wie alle an der Vernissage beteiligten Redner bestätigten.

Musikalisch begrüßte und unterhielt die Band Jamsession die vielen Gäste der Ausstellungseröffnung, die sich selbst noch auf der Treppe und der Empore versammelt hatten. Gechillten Swing und Jazz boten die die drei Oberstufenschüler dar. Im Namen der Bank drückte Marktbereichsleiter Steffen Fink seine Freude über die Ausstellung in den Räumen seines Instituts aus. Er zeigte sich begeistert von der Qualität und der Quantität der Exponate.

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Simone Zauner-Pfaff sprach im Namen der Kunstpädagogen des Alsfelder Gymnasiums. Sie lobte Fleiß, Energie und Elan ihrer Schülerinnen und Schüler, die von der Jahrgangsstufe 5 bis zur Oberstufe konzentriert und ausdauernd an den verschiedensten Werken gearbeitet hatten und dabei unterschiedlichste Themen interpretiert und zahllose Techniken und Materialien verwendet haben. Bilder, Objekte und sogar Filme sind im Rahmen dieser breiten Schau zu sehen.

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Auf einzelne Projekte gingen im Anschluss einige Schülerinnen und Schüler selbst ein: Zwei Jungs der fünften Klasse sprachen über das Thema „Gladiatoren“, das sie sich sowohl inhaltlich als auch künstlerisch erschlossen hatten. So zeigten sie dem erstaunten Publikum eine selbst gefertigte Kampfrüstung. Dem Thema Märchen hatten sich andere Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5 zugewandt. Drei Mädchen zeigten und erklärten ihre Märchenkästen – kleine Bühnen ausgewählter Szenen, die sehr liebevoll und detailverliebt die Figuren in ihrer Umgebung darstellen. Auch diese Werke werden in der Bank zu bewundern sein. Dem Thema „Liebe, Sehnsucht, Tod“ hatte sich die E-Phase in diesem Jahr im Kunstunterricht angenommen. Drei junge Frauen erklärten ihre ganz besondere Art der Interpretation dramatischer literarischer Geschichten: „Romeo und Julia“ etwa wurden von der Shakespear’schen Bühne zu Darstellern eines Explainity-Films – modern umgesetzt auch in den Charakteren. „Die Schöne und das Bist“ erlebten ihren Auftritt in Alsfeld als Figuren eines Schattentheaters, ebenfalls als Film festgehalten, über dessen Entstehung die Gäste der Vernissage einiges erfuhren und den sie sich ebenfalls direkt im Anschluss anschauen konnten.

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Im Namen seiner Kolleginnen und Kollegen bat schließlich der Kunstpädagoge Volker Zähme die Besucher darum, aufmerksam durch die Ausstellung zu gehen – nicht nur um die Werke der jungen Künstler entsprechend zu würdigen, sondern auch um die Notwendigkeit zu erkennen, dem Fachbereich hin und wieder eine Spende für die Anschaffung neuer Rahmen und Materialien zukommen zu lassen. Eine Bitte, die – sollte es an der Begeisterung der Besucher messbar sein – nicht ungehört bleiben dürfte, denn allesamt waren die Gäste, darunter auch Vertreter des Alsfelder Kunstvereins, mehr als angetan von den gezeigten Werken, die sowohl in der Vielfalt als auch in der Ausführung bestachen:

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Zahllose Techniken hatten die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung ihrer versierten Lehrer ausprobiert und erarbeitet: verschiedenste Formen von Portraitzeichnungen, darunter eine sehr bemerkenswerte Bleistiftzeichnung, Pappmachéarbeiten, Upcycling, Action Painting, Collagen, Gouachen, Drucke, Wachsgraffiti – um nur einige zu nennen. Thematisch haben sich die Schülerinnen und Schüler mindestens genauso vielen Themen gewidmet: dem alten Ägypten, Traumwelten und –inseln, den fünf Sinnen, der Werbung, der Nahrung… Sie zeigen perspektivisches Arbeiten genauso wie den Umgang mit Formensprache und Kaligraphie – selten hat man eine Ausstellung in der Bank gesehen, die eine solche Vielfalt bot und den Besucher derart fesselt. Wer beabsichtigt, die Werke der Albert-Schweitzer-Schüler in den nächsten Wochen zu besichtigen, der sollte ein wenig Zeit einplanen: die Arbeiten der Zehn- bis 18-Jährigen sind es allemal wert. Zu sehen sind sie zu den Öffnungszeiten der Bank.

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