• Verfasser: Traudi
  • Thema: Allgemein
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Tierheime sind wichtig!

Tierheime sind wichtig!

In Deutschland gibt es rund 520 Tierheime. Tiere, die kein Zuhause haben oder ausgesetzt wurden, kommen ins Tierheim. Viele Tiere werden weiter vermittelt andere können nicht mehr vermittelt werden und müssen deshalb ihr ganzes Leben im Tierheim verbringen. Leider müssen auch immer mehr Familien ihre Haustiere aufgrund von Geldproblemen abgeben. Auch die Anzahl an Scheidungsopfern unter den Haustieren steigt.

Tierheime sind meist sehr stark auf Spendengelder angewiesen. Die Mitarbeiter eines Tierheims arbeiten, bis auf wenige fest angestellte Tierpfleger, ehrenamtlich, bekommen kein Geld für ihre Arbeit; dies wird aber meist gerne im Kauf genommen, wird man schließlich von der Liebe zu den Tieren angetrieben und reich mit ihrer Dankarbeit beschenkt. Jeder Mensch kann etwas dazu beitragen. Der größte Dachverband in Deutschland der Deutsche Tierschutzverbund, der etwa 700 Tierschutzvereine mit rund 500 vereinseigenen Tierheimen vertritt.

Wir von der Presse-AG der Albert-Schweitzer-Schule haben uns dieses Themas angenommen. Wir haben aus eigenen Erfahrung geschöpft und wir recherchierten im Tierheim und machten ein paar Umfragen sowohl bei Schülern als auch bei Lehrern und Mitarbeitern des Tierheims.

Von den Lehrern gaben alle an, dass sie Tiere mögen, wenn auch manche die Wildtiere den Haustieren vorziehen. Im Alsfelder Tierheim waren viele von ihnen noch nicht. Auch haben viele von ihnen noch nichts für das Tierheim gespendet.

Obwohl alle Lehrer fanden, dass es gut ist, wenn man ein Tier aus dem Tierheim nimmt, haben nur wenige von ihnen ein Haustier aus dem Tierheim. Sie waren außerdem der Meinung, dass es nicht immer so ist, dass Tierheim-Tiere besser sind als welche vom Züchter. Man sollte sie als gleichwertig betrachten.

Von Stella Weitzel und Paulina Eifert

Presse-AG web

Was ist los im Alsfelder Tierheim?

Das fragte sich die Presse-AG der Albert-Schweitzer-Schule und stattete dem Alsfelder Tierheim einen Besuch ab. Die Schülerinnen befragten einen festangestellten Mitarbeiter, der aber kein gelernter Tierpfleger ist. Während einer etwa einstündigen Führung erfuhren sie jede Menge über die Einrichtung in der Alsfelder Jahnstraße:

Im Tierheim gibt es große und kleine Hundegruppen. Die großen Hundegruppen sind eher für die etwas älteren Hunde und die kleinen eher für die Junghunde. Für etwas schwierigere Hunde gibt es größere Ausläufe, da diese nicht so oft ausgeführt werden. Ebenfalls gibt es eine Futterkammer, wo das Futter der gesamten Tiere aufbewahrt wird. Die Hunde, die in Gruppen gehalten werden, sind leichter zu vermitteln, weil sie sich gegenseitig beschäftigen. Momentan sind ca. 30 bis 40 Hunde im Tierheim. Das Alsfelder Tierheim arbeitet eng mit einem rumänischen Tierheim zusammen, denn dort haben kranke oder behinderte Hunde keine Überlebenschance, deshalb werden sie hier nach Deutschland geholt. Alle Tiere, die kommen, werden erstmal auf die Quarantäne-Station gebracht und sitzen anfangs noch einzeln. Sie dürfen erst dann zu den anderen Tieren, damit sie diese nicht mit ansteckenden Krankheiten infizieren. Ca. 90 Prozent der Tiere sind Fundtiere und nur ca. 10 Prozent sind Abgabetiere. Eine Abgabe eines Tieres kostet ca. 50 Euro, weil die Kosten des Tierheims sehr hoch sind und Tiere kastriert und geimpft sein müssen. Ebenfalls hat das Tierheim einige Außenpflegestellen für Tiere, die nicht im Tierheim bleiben können. Da die Anzahl der Tiere wechselt, steigt oder sinkt auch mal die Belastung der engagierten Mitarbeiter. Die Ansprüche des Tierheims sind gute Vermittlung und Versorgung der Tiere. Die Mitarbeiter erfreuen sich an der Vermittlung der Tiere und viele ehrenamtliche Gassigeher, oder Katzenstreichler kommen täglich und erfreuen sich an den Tieren. Die meisten der Tiere haben keine Probleme mit fremden Menschen und lassen viel zu. Manche der Tiere werden auch im Tierheim geboren, weil viele trächtige Tiere ins Tierheim gebracht werden.

Hunde web

Auch die Finanzen spielen im Tierheim eine große Rolle, denn die Mitarbeiter- und Wasserkosten sind immens. Futterkosten fallen dagegen nicht zu sehr ins Gewicht, weil das Tierheim viele Futterspenden aus Spendeboxen in Supermärkten oder Privatpersonen bekommt.

Neben den Hunden gibt es im Tierheim auch 70 große und 35 bis 40 kleine Katzen. Es gibt das Katzenhaus, wo die Katzen auf abgetrennte Außenverandas klettern dürfen und in großen Zimmern leben. Neben dem Katzenhaus gibt es noch das „Katzenparadies“. Die Katzen, die dort leben, sind ziemlich scheu und dürfen das Gelände verlassen. Das Tierheim arbeitet auch mit der Katzenbabyrettung in Marburg zusammen. Alle Menschen, die Katzen adoptieren, verpflichten sich, diese kastrieren zu lassen. Einige der Katzen sind auch krank und isoliert. Die Zimmer der kranken Katzen dürfen nur Pfleger mit speziellen Schutzanzügen betreten. Auch leben im Tierheim zahlreiche Kleintiere, wie zum Beispiel Kaninchen, Ratten und Hamster. Diese Station ist momentan nicht sehr stark belegt.

Kaninchen web

Der Zustand des Tierheims ist ganz gut. Viele Pfleger wünschen sich mehr Geld, um den Tieren mehr zu bieten. Die Anzahl der Mitarbeiter beträgt momentan 13 Personen und zahlreiche ehrenamtliche Helfer, die zum Beispiel Hausbesuche machen.

 Von Lea Hamel und Ina Kneußel

… was Schülerinnen und Schüler über das Thema Tiere und Tierheim denken!

Wir wollten von unseren Mitschülerinnen und Mitschülern wissen, was sie von Tierheimen im Allgemeinen und dem Alsfelder Tierheim im Besonderen halten. Dazu stellten wir ihnen viele Fragen. Zum Beispiel wollten wir wissen, ob sie Lust hätten, im Tierheim mitzuhelfen, oder ob sie vielleicht selbst ein Haustier aus dem Tierheim haben.

Die Mehrheit der Befragten fanden es gut, dass die Tiere im Tierheim aufgenommen werden und dass man sich dort gut um sie kümmert. Allerdings vermuten einige auch, dass Tiere dort weniger gut behandelt würden, wobei sie keine Angaben machten, wie sie zu dieser Aussage kommen. Einige der befragten Jugendlichen gaben an, dass ihnen häufig dieEltern verbieten, Tiere aus dem Tierheim zu Hause zu halten, da es immer sein könnte, dass das Tier nicht geimpft ist,e s eine Krankheit hat oder sonst eine Gefahr mit sich bringt, beispielsweise Verhaltensauffälligkeiten. Kurz gesagt, jedes Tier ist anders. Insgesamt kam heraus, dass sehr viele Kinder Haustiere besitzen und ein positives Verhältnis dazu haben. Manche haben Mitleid mit den Tieren, da sie gut verstehen, wie schlimm es für die Tiere gewesen sein muss, auf der Straße zu leben.

Und fast alle unserer befragten Mitschülerinnen und Mitschüler könnten sich vorstellen, im Tierheim mitzuhelfen.

Von Emilia Strempel und Jasmin Mensdorf