Überwindung, Willenskraft, Erfolg

Knapp 800 Schülerinnen und Schüler bei den Bundesjugendspielen der Albert-Schweitzer-Schule

Sie mobilisieren alljährlich per Kultusministerkonferenzbeschluss alle Schülerinnen und Schüler der Republik an allgemeinbildenden Schulen und sind damit der größte schulische Sportwettbewerb im Land: die Bundesjugendspiele. Vor wenigen Tagen richtete die Albert-Schweitzer-Schule sie im Alsfelder Erlenstadion aus – knapp 800 junge Menschen, von der 5. Klasse bis zur E-Phase – nahmen daran teil, unterstützt wurden sie von Schülerinnen und Schülern der Sportkurse der Q2, selbst frischgebackene Abiturienten nahmen sich noch einmal Zeit, um als Helfer dabei zu sein. So dankte Michaela Marin vom Fachbereich Sport des Gymnasiums ganz besonders den Abiturienten Sebastian Zulauf und Julian Jäger, die als Sanitäter den Sanitätsdienst der Spiele verantworteten und tatsächlich hier und da eingreifen mussten.

Insgesamt war man an der ASS sehr zufrieden mit diesem Tag im Zeichen des Sports: „Wir hatten wettertechnisch beste Wettkampfbedingungen“, resümiert Marin, „es war warm, aber nicht zu heiß. Dazu hatten wir wirklich gute Stimmung im Stadion.“ Zu den klassischen Disziplinen im Leichtathletikwettbewerb zählen Kugelstoßen, Ballwerfen, Weitsprung und Hochsprung sowie Sprinten und 800-Meter-Lauf. Doch was ist dran an diesem Tag, der ganz im Zeichen des Sports steht und nicht selten auch in der Kritik von Eltern und Schülern? „Sich sportlich zu betätigen ist überaus wichtig“, so Marin, „nicht umsonst ist Sport ein gleichberechtigtes Schulfach, das man durchaus auch in einem Wettbewerb abfragen kann.“ Die Bundesjugendspiele böten Anlass zu vielerlei Erfahrungen: Schülergruppen könnten sich gegenseitig motivieren und gute Teamerfahrungen machen, man könne seine Leistung steigern und auch Leistungsgrenzen austesten. „Natürlich gehört da auch dazu, dass man sich vielleicht mal überwindet, sich durchbeißt, anstrengt, Willenskraft zeigt“, führt Marin aus, „alles Fähigkeiten, die man auch in allen anderen Bereichen des Lebens trainieren sollte.“ Belohnt werde man dafür mit dem einen oder anderen Erfolgserlebnis, man gewinne im Sport die Fähigkeit, sich selbst und seinen Körper besser einzuschätzen. Von großer Bedeutung sei speziell bei den Bundesjugendspielen auch der gruppendynamische Prozess. „Darüber hinaus werden im Sport durch klassische Sportarten konditionelle und koordinative Grundanforderungen geschult.“ Warum also nicht diesem Fach, das auf so viele Bereiche des Lebens ausstrahlt, einen ganzen Tag schenken? „Wir sehen hier ganz besonders, dass viele unserer Schülerinnen und Schüler durchaus den Willen zur Leistung und auch zum Wettbewerb haben.“ So wurden am Ende 262 Siegerurkunden und 124 Ehrenurkunden vergeben. Als beste Teilnehmerinnen konnten Anna Jung, Lena Jung, Charlotte Mareike Sorg, Janina Kosub und Tamina Boppert ausgezeichnet werden, beste Teilnehmer waren Tamay Joel Kaya, Lukas Eifländer, Paul Razingar, Emre Zeidler und Lasse Karney.

Text: Traudi Schlitt, Fotos: Can Arslan