• Verfasser: Traudi
  • Thema: Allgemein
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Viele persönliche Worte zum Start in einen neuen Lebensabschnitt

Es war einer der heißesten Abende des Jahres – doch nicht als das wird er den Abiturientinnen und der Albert-Schweitzer-Schule im Gedächtnis bleiben, sondern als der Tag, an dem sie nach dem Gottesdienst in der Christ-König-Kirche stolz und erleichtert über den breiten, eigens für sie verlegten, roten Teppich in die festlich geschmückte Aula ihrer Schule schreiten konnten, bereit ihre Abiturzeugnisse zu empfangen und damit hinaus ins Leben zu starten. Die Glückwünsche der Schulgemeinde, ihrer Familien und Freunde waren ihnen sicher. In vielen Grußworten gaben ihnen die Redner an diesem Abend – der musikalisch von der fantastischen Big-Band der Schule unter der Leitung von Martin Wilhelm eingerahmt wurde – die besten Wünsche mit auf diesen Weg.

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Allen voran Schulleiterin Elisabeth Hillebrand, die sich über den prächtigen Anblick der jungen Menschen mit ihr auf der Bühne der Aula sichtlich freute. In ihrer Ansprache dankte sie den anwesenden Eltern für die gute Zusammenarbeit und blickte gemeinsam mit diesen ein wenig wehmütig auf die Anfangszeit der diesjährigen Abiturienten, auf die Sorgen, die die Eltern geplagt haben mochten. Mit einem sehr guten Abiturdurchschnitt, der mit 2,14 weit über dem Landesdurchschnitt liegt, habe dieser Jahrgang die Sorgen zerstreut und mache sich nun auf einen guten Weg. Den jungen Leuten riet sie, eine Arbeit zu suchen, die sie liebten. Dann seien sie gut in dem, was sie tun, und auch erfüllt.

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Für die Schulgemeinde sprach Studienleiterin Doris Roth zu den Abiturienten. Seines Glückes Schmied zu sein, sei „ein harter Job“, warnte sie die jungen Menschen augenzwinkernd, doch ihnen traue sie zu, ihr Glück zu machen. Viele von ihnen hätten bereits mit ihrem Einsatz für die Flüchtlinge im laufenden Schuljahr gezeigt, dass sie eines der bestimmenden Themen ihrer Zukunft erkannt hätten und bereit seien, sich dafür einzusetzen. Für ihren Lebensweg wünschte sie ihren ehemaligen Schülerinnen und Schülern Klarheit in Meinung und Weltanschauung, tragende Beziehungen, Mut zu Kritik, offene Türen.

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Bürgermeister Stephan Paule, Abiturient im Jahr 1996, überbrachte die Glückwünsche der städtischen Gremien. Sehr persönlich wandte er sich an die Abiturienten, denen er wünschte, stets die richtigen Entscheidungen zu treffen.

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Die Vorsitzende des Schulelternbeirates Elisabeth Döring sprach auch als Mutter einer Abiturientin und schied mit ihrer Rede auch aus ihrem Amt für die Elternschaft aus. Döring hatte selbst vor 30 Jahren ihr Abitur an der Albert-Schweitzer-Schule abgelegt; nun sprach sie zu den jungen Leuten in einem sehr bewegenden, persönlichen Gedicht. Ihr Rat: „Zuversicht geben, Fehler vergeben, Leben mit Leben beleben, egal was, du hast nur das eine Leben!“

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Dieter Welker, Vorsitzender des Fördervereins der Albert-Schweitzer-Schule, umriss in seiner Ansprache die Probleme der Zeit: Globalisierung, Migration, Klimatisierung. Schon immer habe eine Generation der folgenden die Suppe zum Auslöffeln hinterlassen, gab er zu bedenken, und verlieh der Hoffnung Ausdruck, dass sich daran vielleicht mit dieser heranwachsenden Generation etwas ändern möge.

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Für die Schülerschaft sprach Schulsprecherin Sophia Zulauf. Sie wünschte allen Abiturienten Glück für die Zukunft und dankte den scheidenden SV-Mitgliedern Jonathan Fei und Katharina Kasper für ihre Unterstützung in der Schülervertretung.

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Mit großer Freude schritt Schulleiterin Elisabeth Hillebrand nach den Grußworten zur Ehrung der besten Schülerinnen und Schüler. Mit 1,0 bzw. 1,1 hatten die zehn ausgezeichneten Abiturienten ihre Reifeprüfung bestanden und konnten stolz ihre Urkunden entgegennehmen.

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Der Sozialehrenpreis der Schule für außergewöhnliches Engagement in den verschiedensten Bereichen des schulischen Lebens an ging Jonathan Fei, Valentin Gerst, Melanie Schwalm und Katharina Kasper. Schulleiterin Elisabeth Hillebrand verlieh ihn und drückte damit die Dankbarkeit der Schule aus. Ohne einen solchen Einsatz wäre vieles nicht in dem Maße möglich, in dem es die Schulgemeinde gemeinsam leistet. Aus den Händen von Jörg Dietrich, Präsident des Rotarier Club Alsfeld, erhielten die vier für diesen vorbildlichen Einsatz außerdem ein Geldgeschenk. Jonathan Fei und Valentin Gerst wurden darüber hinaus für ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes vorgeschlagen.

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Ebenfalls vergeben wurden die Sonderpreise im Fachbereich Naturwissenschaften. Fachbereichsleiter Mario Cimiotti ehrte Lionel Damtew mit dem DMV-Abiturpreis Mathematik. Für herausragende Leistungen im Fach Physik wurden Lionel Damtew, Lukas Stock und Philipp Michaelis geehrt. Letzterer erhielt zusätzlich den DGCh-Abiturientenpreis, die Auszeichnung der Gesellschaft Deutscher Chemiker.

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Zum Abschluss des festlichen, doch sehr gutgelaunten Abends ließen die vier Jahrgangsbesten Jonathan Fei, Alicia Hett, Lukas Stock und Nele Lerch ihre Oberstufenzeit noch einmal Revue passieren und trafen mit ihren Erinnerungen ganz offenbar den Nerv vieler Mitschülerinnen und Mitschüler.

Nun endlich konnten die Abiturienten ihre Reifezeugnisse aus den Händen ihrer Tutorinnen und Tutoren entgegennehmen. Große Augenblicke für jeden einzelnen von ihnen, nicht zuletzt, weil auch die scheidenden Schülerinnen und Schüler sich aufrichtig bei ihren Lehren bedankten. Der Abschied, so lange herbeigesehnt, dürfte einigen von ihnen dann doch schwergefallen sein.

Die Torengruppen des Jahrgangs 2016:

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Leistungskurs Chemie – Tutor Daniel Wolf
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Leistungskurs Deutsch – Tutorin Felicitas Schäfer-Zierk
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Leistungskurs Französisch – Tutorin Ilona Rößner
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Leistungskurs Geschichte – Tutorin Doris Roth
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Leistungskurs Kunst – Tutor Volker Zähme
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Leistungskurs Mathematik – Tutor Mario Cimiotti
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Leistungskurs Politik und Wirtschaft – Tutor Christoph Rohde
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Leistungskurs Sport – Tutorin Michaela Marin

(Text: Traudi Schlitt / Fotos: Thomas Weidemann)