Sprache lernen, London entdecken, Natur erleben

Die erste Woche des Februars verbrachten 50 Schüler der ASS Alsfeld in London. Melek Aytekin von der Presse-AG hat einen kleinen Rückblick.

Wir starteten um 05:00 Uhr am Sonntag, müde, aber mit viel Vorfreude. Am Nachmittag waren wir dann in Calais und konnten uns leckere Snacks und Getränke holen. Mit der Fähre sind wir nach Dover gefahren. Am Abend wurden wir dann von unseren Gastfamilien in Eastbourne, unserem Zielort, abgeholt. Wer Glück hatte, hatte eine gute Gastfamilie. Ich hatte leider nicht ganz so viel Glück: Am ersten Abend gab es nichts zum Essen…

Am nächsten Tag war es recht entspannt. Wir nahmen an einem englischen Sprachkurs teil, der eigentlich ganz lustig war. Außer manche Lehrer, die waren komisch: Manche Schüler wurden einfach für Kleinigkeiten angeschrien und andere dafür nicht. Wir waren danach in einer Mall und haben uns Sachen für den nächsten Tag in London geholt. Ein Eastbourne-Town-Quiz durfte natürlich nicht fehlen. Währenddessen haben ich und ein paar andere Mitschüler uns eine leckere Pizza für einen guten Preis gekauft. Nach diesem Quiz wurden wir mit dem Bus zu den Seven Sisters/Birling Gap gefahren. Als die „Sieben Schwestern“ wird die Kliffküste bezeichnet, die zwischen Eastbourne und Seaford gelegen ist. Sie sind die eindrucksvollsten Klippen der South Downs in Sussex im Süden Englands. Der Birling Gap liegt auf diesen Felsen. Von hier aus kann man auf einer Treppe direkt hinunter zum Strand steigen. Die Aussicht war sehr schön, aber es war auch sehr windig. Am späten Nachmittag wurden wir dann wieder abgeholt und an unserem ,,Pick-up-Point“ abgesetzt. Es war schon etwas dunkel, aber wir sind dann zu unseren jeweiligen Gastfamilien gelaufen.

Am Dienstag hatten wir keinen Sprachkurs, denn wir waren in London. Um 07:45 Uhr ging es auch schon los. Unser Plan: Das Cutty Sark Museum besichtigen. Die Cutty Sark ist ein englischer Tee- und Wollklipper. Sie wurde 1869 fertiggestellt und war eines der schnellsten Segelschiffe ihrer Zeit. Sie war einer der letzten Klipper, der für den Seehandel gebaut wurde. Seit 1954 steht sie in einem speziellen Trockendock in Greenwich, London, als Museumsschiff. Den Tower of London durften wir natürlich auch nicht verpassen. Danach ging es weiter mit dem Riverbus und dann auch wieder zu unseren Gastfamilien. Die große Stadt hat uns sehr beeindruckt.

Am nächsten Tag ging es nach Süden, und zwar nach Brighton. Aber davor fand natürlich unser englischer Sprachkurs statt. In Brighton sind wir dann schließlich zum Brighton Pier gefahren und von dort aus haben wir den Royal Pavilion besucht. Der Royal Pavilion ist ein exotischer Palast im Zentrum von Brighton mit einer bewegten Geschichte. Dieses historische Haus wurde als Lustpalast am Meer für König Georg IV. erbaut und verbindet die Pracht des Regierungsbezirks mit dem visuellen Stil Indiens und Chinas. Nach dem Besuch waren wir shoppen in den Lanes, die Einkaufsstraßen von Brighton. Am Nachmittag wurden wir wieder in Eastbourne abgesetzt. Der Donnerstag verging recht schnell. Wir verbrachten den Tag in Hastings und haben eine Stadtrallye gemacht, nur war leider das Wetter nicht auf unserer Seite. Es hat geregnet.

Aber dafür war der Freitag ganz cool: An diesem Tag hatten wir keinen Sprachkurs, sondern waren fast den ganzen Tag noch einmal nur in London. Wir waren im London Eye, was sehr schön war, genau wie die Aussicht. Das „Auge von London“ ist das zweithöchste Riesenrad Europas und der Blick über die Stadt ist echt beeindruckend. Mit dem Riverbus waren wir dann kurz in North Greenwich und von dort aus sind wir zurück nach Deutschland gefahren.

Am Samstag waren wir dann auch endlich alle heil wieder da. Wir haben viel gesehen und auch viele Erfahrungen gemacht. Wir konnten unser English trainieren und haben gelernt, zu improvisieren, wenn etwas nicht so war wie erwartet. Und natürlich ist ein England mit seinen Landschaften und seiner Hauptstadt immer eine Reise wert.

Text: Melek Aytekin, Bilder: verschiedene Schülerinnen und Schüler der ASS