Bedeutung von Demokratie und Frieden künstlerisch umgesetzt

Nikita Martin von der Albert-Schweitzer-Schule erhält Anerkennungspreis im Landeswettbewerb „Jugend malt“

Welche Ideen haben Kinder und Jugendliche in Hessen zu ihrem Bundesland, das in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag feiert? Was gefällt ihnen, was gefällt ihnen nicht? Was bedeuten in diesem Zusammenhang Demokratie und Frieden für die jungen Menschen? Diese Frage stellte das Hessische Ministerium für Wissenschaft, Forschung, Kunst und Kultur in diesem Jahr den hessischen Schülerinnen und Schülern im Alter von sechs bis sechzehn Jahren im Rahmen des Malwettbewerbs „Jugend malt“. Mitgemacht haben auch zahlreiche Jugendliche der Albert-Schweitzer-Schule; der Schüler Nikita Martin wurde für sein Werk von Minister Timon Gremmels mit einem Anerkennungspreis ausgezeichnet.

Die Preisverleihung fand am letzten Tag des Hessentages auf der Festbühne der Dachterrasse des Konzeptkaufhauses KARL statt, und der Kunst- und Kulturminister hatte es sich nicht nehmen lassen, persönlich zu erscheinen und die Gewinner zu ehren: „Seit 25 Jahren zeigt ,Jugend malt‘, worüber sich Kinder und Jugendliche Gedanken machen, wie sie Dinge angehen, welche neuen Sichtweisen sie auf vermeintlich bekannte Themen haben. Gleichzeitig ist der Wettbewerb ein Beispiel dafür, wie wichtig kulturelle Bildung von Kindern und Jugendlichen ist. Sie fördert Kreativität, stärkt das Selbstvertrauen und macht Menschen neugierig. Ich gratuliere allen Gewinnerinnen und Gewinnern herzlich und möchte alle Kreativen, die keinen Preis bekommen haben, ermutigen, weiter zu zeichnen und zu malen. Eure Gedanken, eure Inspirationen zählen – bringt sie zu Papier!“

Nikita Martin nahm mit seinem Vater und seiner Kunstlehrerin Isabel Schickel an der Preisverleihung teil. Der Kunstpädagogin ist es stets ein großes Anliegen, dass ihre Schülerinnen und Schüler sich mit dem Thema des Wettbewerbs auseinandersetzen und ihre Gedanken künstlerisch zum Ausdruck bringen. Dazu wird im Kunstunterricht auch für die Theorie, also die inhaltliche und thematische Arbeit, viel Zeit aufgewendet, sodass die Kinder und Jugendlichen ihre Gedanken in den gesellschaftlichen Kontext stellen können.

Herausgekommen sind dabei – wie man auch an den übrigen Siegerfotos sehen kann – viele interessante, witzige, bunte und auch nachdenkliche Werke. Nikita Martin hat sein Bild dem geschichtlichen Kontext unterworfen und mit einer monochromen Gegenüberstellung einer zerstörten und wiederaufgebauten Skyline die Bedeutung des Friedens und der Demokratie in den Vordergrund gestellt.

„Dass unter den hessenweit fünfundfünfzig prämierten Bildern eines aus unserer Schule dabei ist, freut uns sehr“, sagte Schickel anlässlich der Preisverleihung. Die Anwesenheit des Ministers sowie der Landtagspräsidentin Astrid Wallmann hätten die Bedeutung dieses Wettbewerbs unterstrichen und den Kindern und Jugendlichen eine wichtige Botschaft mitgegeben: Ihre Werke werden gesehen, ihre Stimmen gehört.

Die Gewinnerbilder sind vom 12. Juni bis 31. Juli im Stadtschloss Fulda in der Galerie vor den Spiegelsälen zu sehen. Dann wandert die Ausstellung ins Rathaus Königstein im Taunus und ist dort vom 14. August bis zum 4. September zu Gast. Außerdem sind sie jederzeit in der Galerie des Ministeriums (https://wissenschaft.hessen.de/presse/junge-kuenstlerinnen-und-kuenstler-feiern-80-jahre-hessen-mit-fantasievollen-und-tiefgruendigen) abrufbar.

Text: Traudi Schlitt, Bilder: Isabel Schickel / Hessischer Landtag