Hohe Sprachkompetenz, viel Kreativität und viel Engagement
ASS ehrt Schülerinnen und Schüler für herausragende Leistungen im sprachlichen Sektor
Den letzten Tag des nun vergangenen Schuljahres nutzte die Albert-Schweitzer-Schule, um einer ganzen Reihe an Schülerinnen und Schülern ihre in verschiedenen Wettbewerben erworbenen Auszeichnungen mitzugeben: Die Urkundenverleihung im Englisch-Wettbewerb „Big Challenge“, im Bundeswettbewerb Fremdsprachen und im Sprachzertifikat für Französisch (DELF) hatten sich Schulleiter Christian Bolduan und die Fachlehrerinnen Jean Rossa und Melanie Jäger für den glorreichen Abschluss des Jahres aufgehoben. Dazu waren viele Schülerinnen und Schüler in der Aula der Albert-Schweitzer-Schule im Mittelstufenstandort zugegen.
Christian Bolduan freute sich sichtlich über die „kleine Feierstunde“ vor den Ferien und dankte sowohl seinen Kolleginnen aus dem Fremdsprachenbereich als auch den Schülerinnen und Schülern, die mit ihrem Engagement diese Erfolge erst möglich gemacht hatten.
Den Beginn der Ehrungen machte Jean Rossa. Sie koordiniert die Teilnahme der Schule am Englisch-Wettbewerb „The Big Challenge“, an dem in jedem Jahr zahlreiche Kinder und Jugendliche der Jahrgangsstufen 5 bis 9 teilnehmen. „Mit 210 Schülerinnen und Schülern haben wir in diesem Jahr einen neuen Rekord erreicht“, freute sich die Fachlehrerin – zumal die Teilnahme komplett freiwillig und auch mit Kosten verbunden ist. Ziel des Wettbewerbs ist es, das Erlernen der englischen Sprache durch eine interaktive und pädagogisch wertvolle Erfahrung zu fördern und den Englischunterricht an Schulen gezielt zu unterstützen. Als effektives Motivationsinstrument trägt The Big Challenge dazu bei, dass Schülerinnen und Schüler mit Freude und Begeisterung ihre Sprachfähigkeiten weiterentwickeln. Dieser Plan scheint aufzugehen: Jährlich nehmen in Deutschland mehr als 200.000 junge Menschen an dem Multiple-Choice-Test teil. Die Albert-Schweitzer-Schule hat in der Kategorie „Onlineversion Marathon“ teilgenommen und konnte sich in dieser Kategorie in Deutschland mit 448 weiteren Schulen messen.
Umso erfreulicher waren die Zahlen, die Jean Rossa verkünden konnte: Denn mit Noah Schiller war nicht nur der Erstplatzierte in Deutschland in der Stufe sechs ganz vorne mit dabei, auch einige zweite und dritte Plätze in Deutschland und Hessen waren vertreten. „Mit diesen Ergebnissen liegen wir in allen Jahrgangsstufen deutlich über dem hessischen und bundesweiten Durchschnitt“, freute sich Jean Rossa anlässlich der Preisverleihung.

Neben Noah Schiller wurden noch fünfzehn weitere Teilnehmende ausgezeichnet, die auf Bundes- oder Landesebene erfolgreich waren, diese sind: Maurus Hasel (Platz 2 in Hessen Stufe 6), Miral Kellawi (Platz 3 in Hessen Stufe 7), Elena Richter (Platz 2 in Deutschland Stufe 8, Platz 1 in Hessen), Aron Lohr (Platz 5 in Deutschland Stufe 8, Platz 2 in Hessen), Raphael Jordan (Platz 3 in Hessen Stufe 8), Younes Bube (Platz 4 in Hessen Stufe 8), Emma-Sophie Herget (Platz 3 in Hessen Stufe 9). Als Schulsieger konnte Rossa neben den bereits als Bundes- und Landessieger gemeldeten Schülerinnen und Schülern folgende Teilnehmende auszeichnen: Till Körner (Platz 1 Stufe 5), Mila Lippert (Platz 2 Stufe 5), Petro Kiienko (Platz 2 Stufe 5), Bofan Wang (Platz 3 Stufe 6), Ann Sabry (Platz 2 Stufe 7), Jalan Yazdenshenas (Platz 3 Stufe 7), Marlene Appel (Platz 2 Stufe 9), Johanna Merschrod (Platz 3 Stufe 9). Sie alle belegten auch sehr gute Plätze auf Landes- und Bundesebene.

Nach einer Pause hat die Albert-Schweitzer-Schule unter der Federführung von Melanie Jäger erstmals wieder an dem Bundeswettbewerb Fremdsprachen teilgenommen. Dieser Wettbewerb ist Teil des Begabtenförderungsprogrammes der Bundesregierung und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Er bietet Schülerinnen und Schülern, die sich für Fremdsprachen interessieren, kreative Möglichkeiten, ihre Kenntnisse zu präsentieren – in Gruppen- oder Einzeleinreichungen und in den verschiedensten kommunikativen Formaten von Podcasts bis Filmen.
Aus der Jahrgangsstufe Zehn haben drei Gruppen und eine Schülerin Beiträge eingereicht, wie Melanie Jäger bekanntgab. Alle drei Gruppen erhielten Anerkennungspreise, Swantje Gerbig wurde mit ihrer Solo-Einreichung Dritte in Hessen. Zunächst ehrte Jäger die „Werwolf-Gruppe“. Die Schülerinnen Emilia Eiselt, Marianne Haberlach, Damla Kahraman, Mahsa Mir Mohammadi und Hilla Schüßler-Lotz hatten ihr Lieblingsspiel nicht nur zum Namen gewählt, sondern sich dieses auch inhaltlich vorgenommen und unter dem Titel „Werwolf – just a game“ in ihrem Video das Spiel in die Realität überführt.
„A stranger things comedy parody“ hatten sich die Schülerinnen Nazanin Najafi, Sonia-Ioana Sandu und Mirabella Zelek anhand ihrer Lieblingsserie „Stranger Things“ ausgedacht. Für ihre dreiteilige Geschichte rund um drei Freunde, ein Monster und ein Mädchen mit Superkräften hatten sie sich eine witzige Story ausgedacht, die nicht nur ihnen selbst viel Spaß brachte, sondern auch mit einem Happy End ausging.
Dass auch Latein ganz lebendig sein kann, bewiesen die Schüler Jannes Engel, Maximilian Kinscher, Erik Carl-Wolfang Köhler und Niklas Kurz mit ihrem Podcast zur Entstehung Roms. Die vier hatten die Geschichte von 1000 v. Chr. bis 476 n. Chr. recherchiert, verfasst und eingesprochen.
Obwohl es die drei Gruppen nicht auf das Siegertreppchen schafften, gab es von der Landesbeauftragten des Wettbewerbs Anerkennungsurkunden für die Teams: Bereits die gemeinsame Erarbeitung eines Projektes bewirke einen Motivationsschub für die Fremdsprache und für den Gruppenzusammenhalt und somit auch für den Unterricht selber. In diesem Sinne dankte die Landesbeauftragte allen Mitwirkenden, die mit ihrem Engagement zum Erfolg des Wettbewerbs beigetragen haben.
Ganz besonders erfreut schließlich zeigte sich die Albert-Schweitzer-Schule über das Abschneiden von Swantje Gerbig, die den dritten Platz im Hessen-Ranking belegte. Sie hat in ihrer Freizeit zum vorgegebenen Thema „Wenn Dinge sprechen könnten…“ recherchiert und ein Video dazu gedreht. Dabei hat sie die Themen Nachhaltigkeit und Umweltaspekte fokussiert. Darüber hinaus musste sie im SOLO-Wettbewerb bei einem zentralen Wettbewerbstag Aufgaben – zum Beispiel in den Bereichen kreatives Schreiben und Hörverstehen – lösen. Die Jury bestätigte ihr, dass sie besondere Sprachkenntnis, Sachkompetenz und Kreativität bewiesen habe.

Auch bei der letzten Auszeichnung durfte Swantje Gerbig noch einmal nach vorne kommen – wie Sonia-Ioana Sandu, die ebenfalls am Bundeswettbewerb Fremdsprachen teilgenommen hatte. War dort Englisch die Sprache, in der die beiden glänzten, so konnten sie sich nun über die erfolgreiche Teilnahme an der DELF-Prüfung freuen. Das Zertifikat ist in vielen Ländern und an vielen Universitäten ein anerkannter Nachweis über Französisch-Kenntnisse auf B1-Niveau. Schulleiter Christian Bolduan, seines Zeichens auch Französisch-Lehrer, freute sich sehr über diese Leistung, die auch zeige, dass die Schülerinnen viel Eigeninitiative, Zeit und Fleiß investiert hätten. Ein Zertifikat dieses Niveaus bereits in der zehnten Klasse zu erreichen, noch dazu mit hervorragenden Ergebnissen, sei eine Leistung, auf die die Schülerinnen stolz sein dürften.
Text und Bilder: Traudi Schlitt
