KI – von den Anfängen bis zum Schulalltag

Künstliche Intelligenz – noch vor wenigen Jahren war sie ein nebulöses Gebilde, nun ist sie Teil des Alltags

Von den Anfängen bis hin zur heutigen Nutzung haben Lennard Fink, Alex Malenyuk und Ginevra Tringale sich mit der Künstlichen Intelligenz befasst.

Geschichte der Künstlichen Intelligenz (AI)

von Lennard Fink

Grundlagen
Im Jahr 1936 hat Alan Turing die nach ihm benannte „Turingmaschine“ erstmals beschrieben. Er beschrieb sie als Maschine, die Algorithmen ausführen und Probleme lösen kann. 1950 veröffentlicht Turing den Aufsatz „Computing Machinery and Intelligence“ und stellt die Frage „Können Maschinen denken?“ Dazu entwickelte er den Turing-Test, um zu überprüfen ob Maschinen intelligentes Verhalten zeigen.

Geburt der KI
Im Jahr 1956 haben Wissenschaftler in den Vereinigten Staaten die Dartmouth Conference abgehalten, um über intelligente Maschinen zu forschen. Unter ihnen waren John McCarthy, Marvin Minsky und Claude Shannon. Dort wurde der Begriff „Artificial Intelligence / AI)“ (auf Deutsch „Künstliche Intelligenz / KI) zum ersten Mal verwendet.

Erste KI-Programme
Das erste KI-Programm, das mathematische Beweise lösen konnte, war Logic Theorist, welches im Jahr 1956 ins Leben gerufen wurde. Ein frühes neuronales Netz zur Erkennung von bestimmten Mustern war Perceptron, das 1957 geschaffen wurde. Einer der ersten Chatbot-KIs, wie wir sie heute kennen, war ELIZA. Letzteres wurde im Jahr 1966 erschaffen.

Der KI-Winter
Zwischen 1970 und 1990 stockte die KI-Forschung auf Grund von zu wenigen High-End-Computern, die fähig waren die, Berechnungen der Künstlichen Intelligenz zu verarbeiten. Fördergelder wurden gekürzt, da die damaligen Rechner zu wenig Rechenleistung hatten.

Wiederaufstieg der KI
Ab 1990 gab es schnellere Computer, die genug Rechenleistung hatten, um KI- Modelle zu verarbeiten. In dieser Zeit gab es einen Wandel von einer Phase der Ernüchterung hin zur Ära des „Deep Learning“(selbstständiges Lernen der Systeme aus riesigen Datenmengen) und der generativen KI (eine Form der Künstlichen Intelligenz, die völlig neue Inhalte wie Texte, Bilder, Audio, Videos und Programmcode erschafft), angetrieben durch massive Datenmengen und Rechenleistung. In den 2000er Jahren wird maschinelles Lernen in der Öffentlichkeit bekannter. Die stetige Zunahme von Rechenleistung und verfügbaren Datenmengen ermöglicht weitere Fortschritte in der KI-Forschung.

KI wie wir sie heute kennen
Seit 2012 hat sich Deep Learning dank GPUs (Graphikprozessoren) und großer Datenmengen als Standardart der KI etabliert und klassische Methoden in Bild- und Sprachverarbeitung weitgehend ersetzt. Mit Transformer (eine von Google entwickelte Deep-Learning-Architektur) wurde ab 2017 die Grundlage für skalierbare Modelle geschaffen, die heute große vortrainierte Systeme ermöglichen. Seit 2020 dominieren solche Foundation Models, insbesondere große Sprachmodelle, unterstützt durch menschliches Feedback, Multimodalität und generative Verfahren.

Quellen:
Bosch Global, KI-entspannt.de
IBM, Wikipedia
techtrends.nau.ch, ibm.com, bosch.com
ar.admin.ch
mebis Magazin, Wikipedia
deeplearningbook.org, arxiv.org

Das absurde Kartenhaus hinter ChatGPT

Von Alex Malenyuk

Wenn wir mit ChatGPT chatten, wirkt die Erfahrung oft magisch. Es ist, als säße am anderen Ende ein allwissender Bibliothekar mit einer Prise Humor. Doch wer den Vorhang beiseite zieht, erkennt schnell, dass diese technologische Meisterleistung eher einem fragilen Kartenhaus gleicht als einem soliden Fundament aus echtem Wissen. Es ist ein komplexes Geflecht aus Statistik, menschlicher Arbeit und enormem Ressourcenverbrauch, das jederzeit ins Wanken geraten kann.

Wer steckt dahinter?

Hinter ChatGPT steckt OpenAI, ein Unternehmen, welches ursprünglich als Non-Profit-Unternehmen gegründet wurde. Geleitet wird das Ganze von Sam Altman, Greg Brockman und Bret Taylor.

Wie kommt ChatGPT zu seinen Antworten?

ChatGPT ist nicht allwissend, eher im Gegenteil, ChatGPT selbst weiß gar nichts, da er Sprache nicht verstehen kann oder selbst denken kann. ChatGPT ist ein Chatbot, der mit Informationen aus dem Internet gefüttert wurde. Allerdings ist es wichtig, vorsichtig zu sein, da KIs lügen oder halluzinieren können, zudem sind die Trainingsdaten von ChatGPT das letzte Mal 2021 überarbeitet worden, d.h. Infos zu Fragen, die sich auf Inhalte nach 2021 beziehen, sind Antworten, die von Nutzern stammen oder halluziniert sind. Das heißt, sie sind nicht überprüft und müssen keinesfalls der Wahrheit entsprechen. Bei ChatGPT gibt es keine vorgefertigten Antworten, sondern die Antworten werden aus den Wahrscheinlichkeiten der Wortfolge errechnet. Oft mag das gut aussehen und auch richtig sein, doch wie jede Information sollte man als selbstständig denkender Mensch die Angaben von Chat GPT und anderen Bots immer mit einer Zusatzrecherche verifizieren.

Warum wird es Kartenhaus genannt?

Es verdient den Namen “Kartenhaus“, weil es ein sehr fragiles Gerüst ist, welches jeder Zeit einstürzen könnte. Es reicht ein mittelschwerer Fehler und das Konstrukt bricht auseinander. Dies betrifft sowohl die Berechnung von Antworten und Inhalten als auch die Finanzierung durch verschiedene Investoren, die sich gegenseitig starkmachen.

Was passiert, wenn das Kartenhaus zusammenbricht und wie wahrscheinlich ist das?

Wenn das Kartenhaus zusammenbricht, dann könnte es eine weltweite Wirtschaftskriese geben. Dies ist solange unwahrscheinlich, bis ein Investor abspringt und das System damit in Frage stellt. Auf KI basierende Systeme könnten zusammenbrechen und einen enormen Datenverlust mit sich führen.

Ein mögliches Szenario wäre ist, dass der Mensch auf KI verzichtet. Doch dafür scheint die Nutzung von KI schon jetzt zu verlockend.

Wie Menschen die KI im Alltag nutzen

Von Ginevra Tringale

Heutzutage nutzen wir Menschen die KI viel zu oft, sei es in der Schule, an der Arbeit oder bei den Hausaufgaben. Wir bemerken gar nicht, dass wir sie häufig in unserem Alltag anwenden. Kleine alltägliche Situationen, in denen wir sie benutzen, können uns von ihr abhängig machen, beispielsweise, wenn wir kochen, backen oder Lösungen zu Problemen suchen. Werfen wir einen Blick auf die positiven und die negativen Seiten der KI.

Negative Seiten der KI

Lehrkräfte haben bestätigt, dass Schüler die KI zu oft für ihre Hausaufgaben verwenden. Außerdem macht sie selber oft typische Fehler, wodurch Lehrer erkennen, dass die Hausaufgaben mithilfe von KI erstellt wurden. Wenn man sie nach Ratschlägen fragt, macht sie oftmals unrealistische Vorschläge. Die KI verbraucht auch sehr viel Energie und produzierte im Jahr 2025 laut Schätzung insgesamt 79,7 Millionen Tonnen CO2. Dies entspricht umgerechnet in Energie etwa dem jährlichen Strombedarf eines großen Industrielandes in Deutschland.

Positive Seiten der KI

Eine positive Seite der KI ist zum Beispiel, dass wir unser Gehirn weniger anstrengen müssen, da sie das für uns tut. Sie kann uns auch gute Koch- oder Backrezepte geben, die auch oft lecker sind. Die KI kann uns auch Routine-Tätigkeiten abnehmen wie Analysen und Auswertungen in verschiedenen Bereichen, beispielsweise in der Medizin.

Wo wir die KI in unserem Alltag nutzen

Die KI befindet sich in vielen Dingen, die wir fast täglich benutzen, wie zum Beispiel der Google- Assistent oder Alexa. Ein anderes Gerät oder eine App, wo sie enthalten sind und wir sie benutzen, ist das Navi, und genauso ist es bei der Gesichtserkennung: Eine KI sieht unser Gesicht und muss dann erkennen, ob wir es sind. Heutzutage bietet auch die Google-Suche oft eine KI-Abfrage an.

Quellen: https://www.tagesschau.de/wissen/forschung/ki-stromverbrauch-104.htmlhttps://tradersunion.com/de/interesting-articles/best-stocks-to-buy-now/ai-stocks/  (25.03.26)
https://www.zdfheute.de/ratgeber/ki-kuenstliche-intelligenz-im-alltag-100.html

Bilder:

Bild 1 und 2: KI-generiert

Bild 3: Igor Omilaev/Unsplash